Krafttraining ab 40 — der Einsteigerleitfaden
Wer ab 40 mit Krafttraining beginnt, gewinnt mehr als Muskeln: Knochendichte, Stoffwechsel, Haltung und Lebensqualität profitieren.

Krafttraining ab 40 ist keine Modeerscheinung, sondern eine der wirksamsten Maßnahmen für Gesundheit, Selbstständigkeit und Wohlbefinden. Studien zeigen seit Jahren konsistent: Wer regelmäßig Muskeln aufbaut, lebt nicht nur länger, sondern vor allem länger beschwerdefrei.
Warum ab 40 die entscheidende Phase ist
Ab dem 30. Lebensjahr verlieren wir ohne Gegenmaßnahme jährlich 0,5–1 % Muskelmasse – ein Prozess, der Sarkopenie heißt. Parallel sinkt die Knochendichte, der Grundumsatz nimmt ab und die Insulinsensitivität verschlechtert sich. All das ist zu großen Teilen reversibel.
Die wichtigsten Grundübungen
- Kniebeuge (Goblet oder Langhantel)
- Kreuzheben (Romanian Deadlift)
- Bankdrücken oder Liegestütz
- Rudern (Kurzhantel oder Kabel)
- Schulterdrücken
- Plank
Sätze, Wiederholungen, Intensität
2–3 Trainingseinheiten pro Woche, je 45–60 Minuten. Pro Übung 2–3 Sätze à 8–12 Wiederholungen. Schaffst du 12 Wiederholungen locker, erhöhe um 1–2,5 kg. Das Prinzip heißt progressive Überlastung.
Technik vor Gewicht
Eine saubere Kniebeuge mit 30 kg ist wertvoller als eine wacklige mit 60 kg. Investiere die ersten 4–6 Wochen in Technik.
Regeneration einplanen
48 Stunden Erholung pro Muskelgruppe, 1,6–2,0 g Eiweiß pro kg Körpergewicht, ausreichend Schlaf.
Fazit
Die beste Zeit anzufangen war vor zehn Jahren. Die zweitbeste ist heute.
